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Dakar Rallye 2009 - Etappe 11

Mittwoch, 14. Januar: Copiapo > Fiambala

  • Verbindungsstück: 20 km
  • Wertungsprüfung: 215 km
  • Verbindungsstück: 445 km
  • Insgesamt: 680 km

Die 11. Etappe der ersten Rallye Dakar in Südamerika ist wegen schlechten Wetters schon vor dem Start abgesagt worden.

Auf der Königsetappe der Rallye wäre der Eifer der Kopiloten im Mittelpunkt gestanden. Geplant war dass die Route die Fahrzeuge am Morgen den Pazifik verlassen und dann Kurs auf die Grenze nehmen.

Die Rückkehr auf argentinischen Boden war in einem bezaubernden Rahmen, auf dem Paso San Francisco geplant. Noch als idyllisches und seltenes Phänomen angekündigt, verhinderte der „bolivianischen Winter“ mit einem Schneesturm in den Höhenlagen des Kordilleren-Gebirgszuges die Etappe. Die insgesamt 680 Kilometer lange Strecke, die mit 4‘700 Höhenmetern über den höchsten jemals im Motorsport angesteuerten Punkt führen sollte, wurde nun ohne Wertung gefahren. Eine zeitliche Verschiebung des Etappenstarts sei wegen der Passage der Anden und des Grenzübergangs nicht möglich gewesen, so die Veranstalter.

Gernot Bauer ist bei der Dakar 2009 in Argentinien und Chile als Reporter unterwegs und wirft für eurosport.yahoo.de einen Blick hinter die Kulissen. Er beschreibt die ausgefallene Dakar-Etappe als ein geselliges Beisammensein. Keiner hatte wirklich viel zu reparieren außer den LKWs und einigen Unglücklichen. So hatten sich zum Beispiel einige LKWs auf dem Biwakparkplatz festgefahren. Derweil fuhr Robby Gordon auf dem Dach eines seiner Begleit-Hummer H1 durch das Biwak und filmte mit seiner Handy-Cam.

Auf argentinischem Boden sind auch sofort die Fans wieder da. Einfach unglaublich, was die hier veranstalten. Im Biwak wurden einige Kisten Wein und Speise-Öl verteilt, einfach so als Geschenke, die die Händler draußen abgegeben hatten.

Auch wenn sich einige hinter sportlichen Ausflüchten verbargen, so waren doch schlussendlich alle froh, einen Tag weniger Strapazen zu haben. Schließlich zahlt man ja für das Abenteuer, das Leiden kommt auf den Etappen schon nicht zu kurz. Und jeder Privatier freut sich, sagen zu können, er habe eine Dakar zu Ende gefahren. Lieber das, als: "Ich musste in den Dünen aufgeben."

Lediglich Giniel de Villiers nehme ich ernsthaft ab, dass er gerne die ausgefallen Kilometer gefahren wäre. Er ist ein echter Racer und als wir vor dem Interview einige Zeit zum Plaudern haben, erzählt er mir ein wenig von dem Frust, nur Dritter zu sein. Er hätte bei seiner ersten Dakar auf Nissan schon fast das Podium geschafft, jetzt zählt für ihn nur noch der Sieg.

In Führung liegt weiter der Spanier Carlos Sainz mit Volkswagen. Er baute mit seinem sechsten Tages-Sieg und dem vierten in Folge auf der 466 Kilometer langen Prüfung in der Atacama-Wüste seine Führung zu einem Vorsprung von 24:54 Minuten auf seinen amerikanischen Markenkollegen Mark Miller aus. Der Deutsche Dirk von Zitzewitz und sein südafrikanischer Fahrer Giniel de Villiers im dritten VW sind mit einem Rückstand von 41:13 Minuten Dritte.

Etappe 12 »

14.01.2009
 
 
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