NSU
Saisonfinale:
Erinnerungen und Zukunftspläne
Beim großen Saisonfinale und Lauf zwölf zum NSU Bergpokal 2009 stand ein Ehemaliger im Mittelpunkt des Geschehens abseits der Piste: Siegfried Spiess. Der sechsfache Deutsche Bergmeister und Chef des traditionsreichen Tuningunternehmens Spiess Motorenbau GmbH war ein gefragter Ansprechpartner – ob im technischen Bereich, beim Fachsimpeln oder den Erinnerungen an den Bergrennsport vergangener Tage.
Am sonnigen ersten Oktober-Samstag wehte demnach das markante Spiess-Logo im Startbereich des Internationalen 29. ADAC Bergrennen Mickhausen. 202 Starter wagten sich auf den 2.200 Meter langen und anspruchsvollen Kurs in der Nähe von Augsburg. 30.000 Zuschauer waren gekommen, um u.a. auch beim NSU Bergpokal mit zu fiebern, obwohl mit Uwe Schindler (Selbitz / NSU 1000c) und Andreas Kuhnert (Remlingen / NSU 1300 TTi) bereits die Tabellenplätze eins und zwei vorzeitig vergeben waren. Den dritten Platz in Mickhausen und damit auch den dritten Gesamtrang im NSU Bergpokal 2009 holte sich Johannes Niedermann aus Stein.
Eine besondere Ehre hatte man bei Spiess für Helmut Maier aus Passau vorbereitet. Mit einer Urkunde, Geschenken und einer feierlichen Rede bewaffnet, überraschte die Familie Spiess ihren langjährigen Freund und Kunde. Seit 30 Jahren vertraut Maier auf das Erfolg versprechende Tuning von Spiess und ist damit der älteste Kunde der Ditzinger Tuningschmiede. Sein feuerroter VW Golf war auch in Mickhausen für Glanztaten gut: Maier holte in der Gruppe H den zweiten Platz mit nur knapp einer halben Sekunde Rückstand.
Natürlich war ‚Siggi’ Spiess nicht ohne ein besonderes Bonbon zum Saisonfinale gereist: „Wir möchten unser Engagement im Bergrennsport, speziell im NSU Bereich, wieder intensivieren.“ versprach der einstigen Rekordmeister des Bergrennens.
Momentan befindet sich Spiess mitten in Recherchen um baldmöglichst ein breit aufgestelltes Produktportfolio für den Mythos NSU bereit stellen zu können.
Aber damit nicht genug, auch für die Formelfahrer der Bergszene gibt es Neuigkeiten: „Wir wollen eine Variante des OPC-Challenge-Motors für den Bergsport umsetzten. Das Triebwerk wird aktuell im ATS Formel-3-Cup mit verlängerten Laufzeiten äußerst konkurrenzfähig eingesetzt.“ ließ Familie Spiess die Besucher im idyllische Mickhausen wissen.
„Schön, dass wir den Kontakt zum Bergrennsport wieder intensivieren und viele neue Ideen aufnehmen konnten“, freute sich auch Jürgen Spiess, nicht ohne Stolz über die enorme Popularität, die sein Vater noch immer in der Szene genießt.
03.10.2009 |