Formel-3-Euroserie
R1 mit Spiess-Entwicklung
Die Saison 2005 der Formel-3-Euroserie verspricht noch vielfältiger zu
werden. Sämtliche Teams müssen laut Reglement mit Fahrzeugen des neuen
Modelljahres 2005 an den Start gehen. Entsprechend groß ist das Angebot
der Fahrzeughersteller: Platzhirsch Dallara bekommt Konkurrenz von Dome,
Lola, Martini, Mygalle und von Signature. Das französische Formel-3-Team,
2004 mit Nicolas Lapierre Dritter der Formel-3-Euroserie, hat einen eigenen
Monoposto entwickelt. Das Fahrzeug mit der Bezeichnung R1 wurde bereits
einem Roll-Out in Lurcy-Levis unterzogen. Jetzt soll ein umfangreiches
Testprogramm das Potenzial des R1 zeigen.
Vor allem das sehr kompakte Heck des R1 fällt auf. Dies konnten die Techniker
dank eines von Spiess Tunging umgearbeiteten Ventildeckel für den bestehenden
Formel 3 Fam. I - Motor und einem sehr kompakten Ralt-Getriebe konstruieren.
Die Zusammenarbeit zwischen dem französischen Spitzenteam Signature und
dem Erfolgstuner Spiess aus Deutschland nimmt damit einen neuen Status
an.
Der R1 trägt die Handschrift des ehemaligen Formel-1-Ingenieurs Paolo
Catone und von Lionel Chevalier, technischer Direktor bei Signature. In
den R1 flossen technische Entwicklungen ein, die bislang in der Formel
3 nicht vollzogen wurden. Die Aerodynamik wurde im Windkanal des einstigen
Formel-1-Teams von Alain Prost erarbeitet.