RECARO Formel-3-Cup
Achtungserfolg für Schlegelmilch
In Magny Cours war es Michael Schumacher, der am vergangenen Wochenende
auf dem Siegerpodest die ersten Takte der Nationalhymne vor Freude dirigierte,
in Assen schwang zeitgleich Harald Schlegelmilch die Arme zur Hymne Lettlands.
Der 18-Jährige aus Riga hatte es tatsächlich geschafft: mit einem Fahrzeug
aus dem älteren Baujahreszyklus den zwölften Lauf im RECARO Formel-3-Cup
zu gewinnen. Im Heck des Dallara F304 tut ein Opel-Motor seinen Dienst.
Spiess steht als Motorentuner auf der Airbox und auf der Cockpitwand der
Name des Teams: HS Technik Motorsport.
In der RECARO Formel-3-Trophy, die für genau diese älteren Fahrzeuge
als Zusatzwertung geschaffen wurde, ist Harald Schlegelmilch ohnehin eine
feste Größe und auf Tabellenplatz eins zu finden. Dass der ruhige Blondschopf
nun auch noch Siege in der Gesamtwertung RECARO Formel-3-Cup einfahren
kann, zeugt von seinem Talent, von der Vorbereitung des Teams und vom
kraftvollen Opel-Spiess-Aggregat.
Bei den nächsten beiden Rennen im Rahmen des Eastside 100 auf dem EuroSpeedway
Lausitz hat Harald Schlegelmilch erneut ausgezeichnete Chancen. Als einzige
Formel-3-Rennserie Europas fährt der RECARO Formel-3-Cup im Oval. Über
250 km/h Spitze wird dort im Schnitt gefahren und der Unterschied zwischen
den Monoposti ist gering. Die Aerodynamik bei den Windschattenduellen
spielt die große Rolle - und der Mut.
18.07.2006 |