RECARO Formel-3-Cup
Champion auf Opel-Spiess
Mit einem nervenaufreibenden Finale beschloss der RECARO Formel-3-Cup
die Saison 2004. Drei Piloten, alle mit der Power von Opel-Spiess unterwegs,
hatten vor den beiden Finalrennen in Oschersleben noch die Chance zum
Titelgewinn: Timo Lienemann, Bastian Kolmsee und Jan Heylen. Obwohl vor
dem entscheidenden Wochenende in der Magdeburger Börde alles für Lienemann
zu laufen schien, verkürzte Kolmsee im Samstagrennen den Abstand zwischen
dem Tabellenführer und sich bis auf 13 Punkte.
Am Sonntag folgte der große Show-down! Kolmsee führte das Rennen an,
lag eindeutig auf Titelkurs, da Lienemann lediglich auf Platz fünf um
den Kurs sauste - mindestens Platz vier hätte der 19-Jährige erreichen
müssen. Unter diesem Druck machte Lienemann im Dallara Opel-Spiess des
Teams Jo Zeller Racing den entscheidenden Fehler. Mit dem Hinterrad neben
der Strecke provozierte er einen Abflug, der prompt folgte: der weiß-grüne
Monoposto schlug in die Leitschienen ein und machte Lienemann zur traurigsten
Gestalt im Fahrerlager.
Für Bastian Kolmsee kam die Erkenntnis erst im Parc-Ferme, dass er der
neue Champion ist: "Ich hatte keine Ahnung, das Lienemann abgeflogen ist.
Ich habe zwar ein weißes Auto am Streckenrand stehen sehen, konnte aber
nicht erkennen, dass er es ist. Mein Team hat mich wohl absichtlich nicht
informiert, um mich nicht aus dem Rhythmus zu bringen;" so die Erklärung
des überglücklichen 23-Jährigen.
Bastian Kolmsee ist damit auch der beste Rookie der Saison 2004. Hier
fiel die Entscheidung noch knapper aus: Lienemann und Kolmsee hatten exakt
die gleiche Anzahl an Siegen, zweiten und dritten Plätzen. Endscheidend
war die Tatsache, dass Kolmsee den ersten Sieg in dieser internen, mit
10.000 Euro dotierten Wertung eingefahren hatte.